Hertie Erneut geht ein Topmanager

Bei der Warenhauskette Hertie geht innerhalb weniger Monate der zweite Spitzenmanager. Der für Verkauf und Marketing zuständige Geschäftsführer Claus Cord Ernst verlässt Hertie nach nur einem Jahr wieder.

Gladbeck - Laut einem Bericht der "Lebensmittelzeitung" schreibt das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr (30.9.) rund 30 Millionen Euro Verlust. Der für Verkauf und Marketing zuständige Geschäftsführer Claus Cord Ernst verlasse Hertie "einvernehmlich", bestätigte am Donnerstag ein Hertie-Sprecher einen entsprechenden Bericht der Fachzeitung. Zu den genannten Verlustzahlen wollte er sich nicht äußern.

Der frühere Kaufhof-Manager Ernst war vor gut einem Jahr zu Hertie gekommen. Im Februar hatte sich Hertie bereits von Geschäftsführer Kay Hafner als Vorsitzendem der Geschäftsführung getrennt. Damals hatte das Unternehmen angekündigt "in Kürze" einen neuen Vorsitzenden zu berufen. Dies ist bisher nicht geschehen.

Die Führung der Kette koordiniert seitdem Paul McGowan, der Vorstandschef der Unternehmensberatung Hilco. McGowan hält zusammen mit Hilco-Gründer Jeff Hecktman noch 15 Prozent an der Warenhauskette. Dem britischen Investor Dawnay Day gehören 85 Prozent.

Zu Hertie gehören 73 Warenhäuser. 2005 gingen die Häuser Arcandor , damals KarstadtQuelle, in den Besitz der Investoren Dawnay Day und Hilco über. Am 1. März 2007 wurden sie auf die Marke Hertie umgestellt. Seitdem ist laut "Lebensmittelzeitung" ein Verlust von fast 170 Millionen Euro aufgelaufen. Auch diese Zahl kommentierte der Unternehmenssprecher nicht.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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