Abramowitsch Rücktritt als Gouverneur

Roman Abramowitsch ist von seinem Gouverneursposten in der Region Tschukotka zurückgetreten. Präsident Dmitri Medwedew hat ein entsprechendes Gesuch des Russen angenommen. Sein Vorgänger Wladimir Putin hatte noch darauf bestanden, dass der Milliardär im Amt bleibt.

Moskau - Der russische Multimilliardär Roman Abramowitsch, Eigentümer des Fußballclubs FC Chelsea in London, braucht sich nicht mehr um die abgelegene Region Tschukotka zu kümmern. Präsident Dmitri Medwedew entließ den einst reichsten russischen Geschäftsmann am Donnerstag auf dessen Wunsch vom Posten des Gouverneurs, wie der Kreml in Moskau mitteilte.

Ein Sprecher Abramowitschs bestätigte den Schritt, wollte sich jedoch nicht zu den näheren Umständen äußern. Abramowitsch hatte seit dem Jahr 2000 hunderte Millionen Euro in die Infrastruktur des rückständigen Gebietes gegenüber von Alaska gesteckt.

Dem Magazin Forbes zufolge ist er mit einem geschätzten Vermögen von 23 Milliarden Dollar der zweitreichste Geschäftsmann Russlands. Er investiert unter anderem in Stahlhersteller und Kohleminen in Russland und den USA.

Russische Medien hatten bereits berichtet, Abramowitsch habe wiederholt versucht, von seinem Gouverneursposten zurückzutreten. Medwedews Vorgänger Wladimir Putin habe jedoch darauf bestanden, dass der Geschäftsmann im Amt bleibe. Tschukotka ist eine spärlich bevölkerte Region nahe Alaska an der nordpazifischen Küste Russlands.

manager-magazin.de mit Material dpa, reuters

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