Hück Porsche-Betriebsrat kämpft für SPD

Der Mann kämpft mit harten Bandagen. Das haben früher seine Gegner im Ring und zuletzt der VW-Betriebsrat zu spüren bekommen. Künftig wird sich der Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück für das Wahlkampfteam der SPD ins Zeug legen. Bei einem Wahlsieg winke ihm womöglich gar ein Ministerposten, heißt es.

Frankfurt am Main - Die SPD will den schillernden Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück als Zugpferd für die Arbeitnehmer-Klientel im Bundestagswahlkampf einsetzen. Hück habe bereits zugesagt, die "Stimme der Arbeiter" im Wahlkampfteam zu sein, berichtete das Magazin "Focus" am Sonnabend vorab unter Berufung auf Parteikreise.

Bei einem Wahlsieg würde Hück dem Bericht zufolge womöglich ein Ministerposten winken. Der unter Druck geratene Parteichef Kurt Beck wolle Hücks Berufung am kommenden Freitag bei einem Treffen mit dem Gewerkschafter im Stuttgarter Porsche-Werk bekanntgeben.

Der 46-jährige Hück, früher professioneller Thai-Boxer und gelernter Lackierer, ist seit langen Jahren SPD-Mitglied. Der stellvertretende Aufsichtsratschef pflegt ein gutes Verhältnis zu Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking.

Im Streit um die Besetzung der Betriebsrats-Posten in der geplanten Holding für Porsche und Volkswagen hat er sich mehrfach gegen den als SPD-Domäne geltenden VW-Betriebsrat gestellt, der sich durch die von Wiedeking und Hück ausgehandelte Mitbestimmungsregelung dort stark unterrepräsentiert fühlt.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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