Bear Stearns FBI nimmt Ex-Manager fest

Zwei frühere Hedgefondsmanager der notverkauften US-Investmentbank Bear Stearns sind festgenommen worden. Laut FBI hatten die Manager die Fonds geleitet, deren spektakulärer Zusammenbruch im Juni vergangenen Jahres die weltweite Finanzkrise einläutete.

New York - Im Zusammenhang mit der Kreditkrise sind in New York zwei frühere Fondsmanager der US-Investmentbank Bear Stearns  festgenommen worden. Die beiden 52 und 46 Jahre alten Männer seien am Donnerstag von FBI-Beamten für einen Gerichtstermin in ihren Wohnungen abgeholt worden, sagte eine Sprecherin der US-Bundespolizei in New York.

Die Manager hatten zwei Bear Stearns Hedgefonds geführt, deren spektakulärer Zusammenbruch im Juni vergangenen Jahres mit am Anfang der weltweiten Finanzkrise stand. Sie sollen Investoren über die wahre Lage der Fonds getäuscht haben. Erwartet wurde, dass die beiden Verdächtigen offiziell des Wertpapierbetrugs beschuldigt werden würden.

Wegen des Zusammenbruchs der beiden Bear-Stearns-Fonds hatte die Bundesstaatsanwaltschaft in Brooklyn Ermittlungen aufgenommen. Das "Wall Street Journal" berichtete, die Ermittler begründeten ihren Verdacht auf einer E-Mail eines der Manager an den anderen. Darin habe der Absender erkennen lassen, dass die Fonds in Schwierigkeiten geraten seien. Nur Tage später seien die Finanzinstrumente bei Anlegern dann aber von den Managern angepriesen worden.

In den USA laufen wegen der Krise gegen zahlreiche Banken und Finanzdienstleister Untersuchungen der Justiz und der Börsenaufsicht SEC. Die fünftgrößte US-Investmentbank Bear Stearns wurde besonders stark von den Finanzmarkt-Turbulenzen getroffen und musste im Frühjahr ihrem Notverkauf an das Konkurrenzinstitut J. P. Morgan zustimmen.

Der reihenweise Ausfall der riskanten Subprime-Kredite bewirkte die bis heute anhaltende Finanzkrise. Weltweit mussten Banken deswegen bislang rund 400 Milliarden Dollar (260 Milliarden Euro) abschreiben.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa