Läpple Chef scheidet im Unfrieden

Der Autozulieferer Läpple trennt sich von seinem Vorstandschef Peter Graeser. Erst Anfang Mai hatte Graeser bekannt gegeben, dass bei dem Heilbronner Unternehmen 450 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen.

Heilbronn - Der Autozulieferer Läpple hat sich von Vorstandschef Peter Graeser getrennt. Es habe unterschiedliche Auffassungen mit dem Aufsichtsrat über die künftige Strategie des Heilbronner Unternehmens gegeben, sagte eine Sprecherin am Montag und bestätige damit einen entsprechenden Bericht der "Heilbronner Stimme".

Ein Nachfolger soll in Kürze präsentiert werden. Am Sanierungskurs des Autozulieferers werde die Personalie aber nichts ändern, betonte die Sprecherin. Graeser hatte den Posten 2004 übernommen.

Läpple plant, 450 der 1450 Arbeitsplätze am Heilbronner Stammwerk abzubauen. Ende Juni will das Unternehmen Einzelheiten dazu bekanntgeben. Das Unternehmen begründet den Stellenabbau mit dem harten internationalen Wettbewerb sowie dem steigenden Kostendruck. Konzernweit hat der Autozulieferer rund 4200 Beschäftigte an sechs Standorten, darunter vier in Deutschland.

Im Zusammenhang mit den Stellenstreichungen war Läpple vom Betriebsrat scharf angegriffen worden. "Die Geschäftsführung hat es versäumt, in die Anlagen zu investieren", sagte Betriebsratschef Valentin Luschenz in Bezug auf die deutliche Verschlechterung der Geschäftssituation. Eine Modernisierung sei verschlafen worden.

Bei Läpple waren bereits im Jahr 2006 160 Arbeitsplätze gestrichen worden. Wegen der aktuellen Krise soll unter anderem auch ein jüngst von der Stadt erworbenes Gelände an die Stadt Heilbronn zurück verkauft werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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