Ex-Hedgefondschef 20 Jahre Haft

Der Chef des zusammengebrochenen US-Hedgefonds Bayou ist zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Außerdem muss der 48-Jährige 300 Millionen Dollar Entschädigung zahlen.

New York - Samuel Israel III hatte sich bereits im September 2005 des Betrugs und der Verschwörung für schuldig bekannt. Bei dem Zusammenbruch der Firma hatten Investoren rund 400 Millionen Dollar verloren.

Israel und andere leitende Bayou-Mitarbeiter hatten eingeräumt, ab 1996 Kunden der Firma belogen zu haben. Während bei Transaktionen Verluste anfielen, zapften die Manager Millionen-Honorare für sich ab.

Die Richter sahen in dem 48-Jährigen den Kopf hinter den Betrugsfällen. Seine Mitangeklagten, der frühere Bayou-CFO Daniel Marino und Mitbegründer James Marquez, der die Firma 2001 verlassen hatte, erhielten Haftstrafen von 20 beziehungsweise vier Jahren und drei Monaten.

Die am Montag ausgesprochene Haftstrafe ist eine der längsten, die jemals gegen einen Manager in den USA verhängt wurde. Insgesamt wäre eine Höchststrafe von 30 Jahren möglich gewesen.

In diesem Fall war ein hartes Urteil aber erwartet worden, weil die US-Gesetze lange Haft dann vorsehen, wenn der wirtschaftliche Schaden durch Betrug sehr groß ist.

Der Zusammenbruch von Bayou hatte damals in den USA die Forderung nach einer größeren Transparenz bei Hedge-Fonds nach sich gezogen.

manager-magazin.de mit Material von reuters, dpa-afx und ap

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