AMD Kein Ersatz für Technologiechef

Phil Hester, Technologiechef beim schwächelnden US-Konzern AMD, ist zurückgetreten. Der Computerchiphersteller nannte dafür keine Gründe. Der Posten soll nicht wieder besetzt werden.

New York - Stattdessen sollten sich Manager einzelner Sparten um die Entwicklung in ihrem Bereich kümmern, hieß es. Der Konzern hatte zuletzt mit Verzögerungen bei neuen Prozessor-Modellen zu kämpfen, auch wegen Mängeln in der Konstruktion.

Erst vor wenigen Tagen hatte AMD  einen starken Umsatzrückgang im ersten Quartal bekanntgegeben und will gut 1600 Stellen streichen - etwa jeden zehnten Job. In der Branche wird der 52-jährige Hester als Visionär gesehen, der eher ein Mann für die große Linie denn für die Steuerung des Tagesgeschäfts ist.

Der Konzern wird seine Quartalszahlen am Donnerstag bekannt geben. Analysten rechnen im Schnitt mit einer Ergebnisverbesserung von minus 90 Cent auf minus 51 Cent. Beim Umsatz liegt die Durchschnittsprognose bei 1,50 Milliarden Dollar nach 1,23 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Das Unternehmen selbst hatte diese Zahl genannt. Das sind 15 Prozent weniger als im Schlussquartal 2007.

Im klassischen Chipgeschäft scheint AMD dem Erzrivalen Intel  das Wasser nicht reichen zu können. AMD ist im Wettlauf um neue, immer leistungsfähigere Prozessoren mit mehreren Rechenkernen ins Hintertreffen geraten. Der überteuerte Kauf des Grafikchip-Spezialisten ATI riss überdies Milliardenlöcher in die Bilanz.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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