Lurgi Die alte Garde hat abgedankt

Der letzte Lurgi-Vorstand aus der Gea-Ära verlässt offensichtlich den Konzern. Neun Monate nach der Übernahme durch den französischen Konzern Air Liquide soll mit Rainer Hauenschild der letzte der vier alten Vorstände seinen Posten beim Anlagenbauer räumen.

Hamburg - Rainer Hauenschild werde zum Monatsende abtreten. Das erfuhr manager-magazin.de aus gut informierten Kreisen. Nachfolger von Hauenschild solle Harald Notstain werden, langjähriger Leiter von Großprojekten bei Lurgi. Ein Lurgi-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu der Personalie ab.

Lurgi gehörte früher zur Metallgesellschaft und der Nachfolgefirma Gea . Die veräußerte das Frankfurter Unternehmen im vorigen Juli an den französischen Industriegasehersteller Air Liquide , den größten Wettbewerber des deutschen Konzerns Linde . Lurgi baut unter anderem Anlagen, die Gase wie Wasserstoff und Kohlenmonoxid herstellen.

Der Wechsel der gesamten Lurgi-Führung in so kurzer Zeit hat offensichtlich zwei Gründe: Zum einen hat Air Liquide eigene Leute einsetzen wollen, wie das neue Eigner zumeist tun. Zum anderen befürchteten die alten Lurgi-Vorstände, Freiheit und Status zu verlieren.

manager-magazin.de mit Material von dpa/afx

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