Märklin Chefentwickler entlassen

Der Göppinger Modellbahnhersteller Märklin hat seinen Chefentwickler Klaus Kern entlassen. Schuld daran soll offenbar eine Internetdiskussion über Qualitätsmängel bei Märklin gewesen sein.

Stuttgart/Göppingen - Das Unternehmen Märklin habe Kern Ende Februar wegen Differenzen mit der Unternehmensleitung gekündigt, sagte Geschäftsführer Axel Dietz am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatts".

Kern habe mehr als 20 Jahre lang für den Modellbahnhersteller gearbeitet. Zu den genauen Kündigungsgründen wollte sich Dietz nicht äußern. Kern hatte vor dem Arbeitsgericht Stuttgart gegen seine Entlassung geklagt. Am Dienstag sei aber zunächst keine Einigung über eine Abfindung erzielt worden, sagte Dietz. Märklin werde Kern ein neues Angebot vorlegen.

Ein Grund für die Kündigung soll nach Angaben des Blatts eine Diskussion über Qualitätsmängel bei Märklin gewesen sein, die Kern mit einem Kunden im Internet geführt haben soll. Der Kunde habe sich über Schäden an einer Märklin-Lok beschwert, berichtete die Zeitung.

Kern soll daraufhin geantwortet haben, dass es sich bei dem Stück vermutlich um eine Fälschung handele. Im Laufe der Diskussion habe sich laut Zeitungsartikel aber offenbar herausgestellt, dass die Lok doch von Märklin stammte.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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