Hugo Boss Aufsichtsratschef tritt zurück

Der Modekonzern Hugo Boss verliert nach Vorstandschef Bruno Sälzer und Produktionsvorstand Werner Lackas auch seinen Aufsichtsratsvorsitzenden Giuseppe Vita. Dieser wird sein Amt zum 30. Juni 2008 niederlegen.

Metzingen - Er habe diesen Schritt bereits seit einiger Zeit geplant, sagte Vita laut einer Mitteilung des Unternehmens am Dienstag. Er sei jedoch zunächst von der Valentino Fashion Group und sodann von Permira, als jeweiligen Mehrheitsaktionären, gebeten worden, das Amt noch in der Phase des Übergangs zum neuen Großaktionär auszuüben, hieß es.

Vita solle demnach auch noch die Hauptversammlung des Modekonzerns am 8. Mai leiten. Eine Amtsniederlegung zum 30. Juni würde ausreichend Zeit lassen, um einen Nachfolger für das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden zu finden, so Vita. In Medienberichten war bereits über den Rücktritt spekuliert worden. Eigentlich sollte Vitas Amtszeit erst 2010 enden.

Offenbar wolle Vita den Kurs der neuen Eigner von Hugo Boss  nicht länger mittragen, hieß es. In der vergangenen Woche hatte der Aufsichtsrat des vom Investor Permira übernommenen Unternehmens gegen den Widerstand von Vorstand und Arbeitnehmervertretern eine kräftige Erhöhung der Dividende und eine Sonderausschüttung beschlossen. Laut Medienberichten kam der Beschluss nur durch, weil Vita sein doppeltes Stimmrecht einsetzte, das ihm als Aufsichtsratschef zusteht.

Vita führte einst das Pharmaunternehmen Schering und leitet den Aufsichtsrat der Axel Springer AG. Vor ihm haben bereits der Vorstandsvorsitzende Bruno Sälzer und Produktionsvorstand Werner Lackas das Modeunternehmen verlassen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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