Neckermann Kopflos in Frankfurt

Im Sommer 2005 wurde Bernd Oppenrieder, Ex-Chef des Öko-Versenders Hess Natur, Geschäftsführer von Neckermann. Im November vergangenen Jahres kaufte der US- Finanzinvestor Sun Capital die Mehrheit am Frankfurter Versandhaus. Nun hat Oppenrieder Neckermann überraschend verlassen. Einen Nachfolger gibt es nicht.

Frankfurt am Main - Das Versandhaus Neckermann ist führungslos. Die "Frankfurter Rundschau" (Mittwochausgabe) berichtete, der bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung, Bernd Oppenrieder, habe das Unternehmen zum 1. März verlassen.

Ein Firmensprecher bestätigte am Mittwoch den Bericht. Ein Nachfolger werde bis spätestens Ostern ernannt, so der Sprecher weiter. Oppenrieder sei "auf eigenen Wunsch" ausgeschieden, der Weggang habe nichts mit dem Einstieg des neuen Finanzinvestors zu tun, sagte der Sprecher.

Oppenrieder war im August 2005 vom Butzbacher Spezialversender Hess Natur nach Frankfurt gekommen. Im November vergangenen Jahres war die Mehrheit der Neckermann-Anteile an den US-Finanzinvestor Sun Capital verkauft worden. Die damalige Konzern-Mutter KarstadtQuelle hatte Oppenrieder der Zeitung zufolge beauftragt, Neckermann wieder auf Vordermann zu bringen.

Das Unternehmen ist nach Angaben des Sprechers auf gutem Weg. Der Umsatz sei im vergangenen Jahr von 1,3 auf 1,4 Milliarden Euro ausgebaut worden. Zum Ergebnis wollte der Sprecher keine Angaben machen. Im dreiköpfigen Manager-Team würden sich die beiden Geschäftsführer Christoph Burk und Oliver Bialowons die Aufgaben Oppenrieders zunächst teilen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und ddp

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