Reebok Adidas räumt auf

Der Sportausrüster Adidas tauscht den Chef seiner schwächelnden US-Tochter Reebok aus. Der langjährige Adidas-Manager Uli Becker soll Reebok aus dem derzeitigen Formtief führen.

Herzogenaurach - Der Sportartikelhersteller Adidas  hat Uli Becker zum neuen Präsidenten der schwächelnden Marke Reebok ernannt. Der 44-Jährige übernehme das Amt zum 1. April von Paul Harrington, teilte der Konzern am Mittwoch in Herzogenaurach mit. Der Marketing-Fachmann berichtet an Adidas-Chef Herbert Hainer.

Becker leitete zuletzt das weltweite Marketing von Reebok. Er solle die "Revitalisierung" der US-Marke voranbringen, erklärte Hainer. Der Umsatz von Reebok war im vierten Quartal 2007 um 12 Prozent zurückgegangen. Die Auftragsbestände zum Jahresende 2007 sanken um 14 Prozent. In diesem Jahr erwartet Adidas bei Reebok allerdings wieder Wachstum. Der Umsatz solle gegenüber 2007 zulegen, sagte Hainer am Mittwoch in Herzogenaurach.

In Nordamerika, wo auch die Konkurrenten wie Nike  und Puma  mit Umsatzrückgängen kämpfen, wird Reebok nach Einschätzung von Hainer noch sechs bis neun Monate Absatzprobleme haben. Die Sportartikel-Hersteller leiden dort unter den Problemen des US-Konzerns Foot Locker, der hunderte Läden schließt und Lagerbestände abbaut.

Trotz der Probleme bei Reebok gewann die Adidas-Aktie  im frühen Handle gut 1 Prozent auf knapp 42 Euro. Equinet-Analyst Ingbert Faust verwies auf eine extrem starke Auftragslage. Adidas hatte mit seinem Umsatz die Prognosen übertroffen und die Dividende von 0,42 auf 0,50 Euro angehoben. Der Gewinnanstieg blieb indes hinter den Markterwartungen zurück.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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