Deutsche Post Zumwinkels Abschied

Der über eine private Steueraffäre gestürzte ehemalige Post-Chef Klaus Zumwinkel hat sich am Freitag in Bonn von seinen Mitarbeitern verabschiedet. Teilnehmer der nicht öffentlichen Betriebsversammlung beschrieben die etwa halbstündige Veranstaltung als emotional.

Bonn - Ein Sprecher der Deutschen Post  sagte, Zumwinkel sei mit "einmütigem starken Beifall" bedacht worden. Zu der Verabschiedung habe der Betriebsrat eingeladen.

Es sei der "sehr starke Wunsch der Mitarbeiter gewesen, noch einmal ein Signal zu setzen und Zumwinkel nach teils langjähriger Zusammenarbeit zu danken", sagte der Sprecher.

"Alle hatten das Gefühl, nach dieser medialen Schlacht könne es das nicht gewesen sein." Der ehemalige Vorstandsvorsitzende selbst habe in bewegenden Worten noch einmal die rund 18 Jahre an der Spitze des Konzerns und die Entwicklung von der Behörde zum globalen Unternehmen Revue passieren lassen.

Zumwinkel hatte vor zwei Wochen seinen Rücktritt erklärt, nachdem Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft unter spektakulären Umständen sein Wohnhaus und sein Büro durchsucht hatten. Ihm wird vorgeworfen, über eine Stiftung in Liechtenstein Steuern hinterzogen zu haben.

Zumwinkel habe auch um Verständnis gebeten, dass er sich zu den Vorwürfen der Steuerhinterziehung nicht äußern könne. Die Mitarbeiter der Deutschen Post habe er aufgerufen, ihre Unterstützung auch seinem Nachfolger Frank Appel zuteilwerden zu lassen, um die "Erfolgsgeschichte" des Konzerns fortzuschreiben.

manager-magazin.de mit Material von ap, dpa