Freitag, 28. Februar 2020

Abschied Lydia Schrempp verlässt Daimler

Nach langen Diskussionen verlässt Lydia Schrempp, die Frau des früheren DaimlerChrysler-Vorstandschefs Jürgen Schrempp, den Autokonzern. Kritiker hatten zuvor immer wieder moniert, dass der Posten als Büroleiterin ihres Mannes zu hoch dotiert sei.

Stuttgart - Lydia Schrempp, die Frau des im Jahr 2005 zurückgetretenen DaimlerChrysler-Vorstandschefs Jürgen Schrempp, verlässt den Daimler-Konzern Börsen-Chart zeigen. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, werde sie den Autohersteller "aus persönlichen Gründen zum 31. März 2008 verlassen, um sich anderen beruflichen Aufgaben zuzuwenden."

Von der Gehaltsliste gestrichen: Lydia Schrempp, mit ihrem Mann Jürgen
Frau Schrempp koordinierte zuletzt das Büro von Jürgen Schrempp. Dies war immer häufiger auf Kritik von Aktionären, aber auch von Aufsichtsräten des Unternehmens gestoßen. Kleinaktionäre hatten moniert, dass der Posten hoch dotiert sei. Dann hatten nach Medienberichten Ende 2007 einige Daimler-Kontrolleure den Nachfolger Schrempps, Dieter Zetsche, aufgefordert, Schrempps Ehefrau möglichst schnell von der Gehaltsliste zu streichen. Auch Aufsichtsratschef Manfred Bischoff habe sich des Themas angenommen, hieß es.

Ein Sprecher des Unternehmens sagte, dass die Stelle künftig wegfalle. Zum Thema Abfindung hieß es, dass dies zu Konditionen wie in anderen Fällen des von Zetsche eingeführten "Neuen Management Modells" abgelaufen sei. Der neue Konzernchef hatte in Management und Verwaltung des Konzerns tausende Stellen gestrichen, wobei die meisten Betroffenen eine vorher festgelegte Abfindung erhielten.

Lydia Schrempp gehörte seit 1989 dem Unternehmen an. Sie begann ihre Laufbahn bei der Dornier Luftfahrt GmbH. Nach Gründung der DASA war sie von 1990 bis 1995 im Marketingbereich und im Ressort des Vorstandsvorsitzenden des neuen Unternehmens tätig.

Ab 1995 übernahm sie die Leitung des Büros des Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Benz AG und später der DaimlerChrysler AG. Zuletzt koordinierte sie das Büro ihres Mannes, der weiterhin das Ehrenamt eines Honorarkonsuls der Republik Südafrika sowie weitere Mandate inne hat.

manager-magazin.de mit Material von dpa, ap

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