Infineon-Chef Ziebart Der Stuhl wackelt

Der Chiphersteller Infineon kommt nicht aus den roten Zahlen heraus, auf der Hauptversammlung musste Konzernchef Wolfgang Ziebart deutliche Kritik einstecken. Nun scheint die Zeit für den Vorstandsvorsitzenden endgültig abgelaufen: Der Aufsichtsrat sieht sich offenbar nach einem Nachfolger um.

München - Teile des Aufsichtsrats suchten einen Nachfolger für Infineon-Chef Wolfgang Ziebart, erste Namen würden gehandelt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagausgabe). Im Gespräch sei unter anderem der Siemens-Manager Johannes Feldmayer, der allerdings auch wegen der Siemens-Affäre unter Beschuss steht.

Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley suche in Gesprächen mit Kollegen aus dem Kontrollgremium nach einer Lösung. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, heißt es weiter.

Ziebart musste auf der Hauptversammlung vor einer Woche Kritik einstecken. Die Infineon-Speicherchiptochter Qimonda verbuchte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 (30. September) wegen des drastischen Preisverfalls einen Verlust von 598 Millionen Euro. Dies handelte dem Infineon-Konzern  einen Quartalsverlust von 396 Millionen Euro ein.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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