Henkel Vorstandsumbau geht weiter

Die vor einem milliardenschweren Zukauf stehende Klebstoff- und Technologiesparte von Henkel bekommt einen neuen Chef. Alois Linder verlässt den Konsumgüterkonzern früher als geplant, Thomas Geitner wird die Führung der neuen Sparte Adhesives Technologies übernehmen. Der 52-Jährige war vorher Manager bei RWE und Vodafone.

Düsseldorf - Der langjährige Henkel-Vorstand Alois Linder verlässt den Düsseldorfer Konsumgüterhersteller zum 30. September dieses Jahres. Der 60-jährige habe den Gesellschafterausschuss gebeten, die Verantwortung für die Klebersparte bereits diesen Herbst und nicht erst mit Erreichen der Altersgrenze 2009, abzugeben, teilte Henkel  am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Linders Nachfolger Thomas Geitner wird zum 1. März in die Henkel-Geschäftsführung eintreten und ab 1. Oktober die Leitung der Sparte Adhesives Technologies übernehmen.

Linder war beinahe 30 Jahre für Henkel tätig. 2002 stieg er in die Geschäftsführung auf, zuständig für Klebstoffe für Konsumenten und Handwerker. 2007 hat er beide Klebersparten zum größten Henkel-Unternehmensbereich Adhesives Technologies zusammengeführt.

Geitner war zuvor bei Heidelberger Druckmaschinen und der Leybold AG tätig und Vorstand der RWE . Anschließend gehörte Geitner fast sieben Jahre dem Vodafone-Vorstand in Großbritannien an. In dieser Zeit verantwortete er unter anderem die Integration der ehemaligen Mannesmann-Geschäfte, den Aufbau der weltweiten Marke Vodafone  und die Entwicklung globaler Produkte.

Henkel will den Klebstoff-Bereich durch die Übernahe von Geschäften der ICI-Tochter National Starch stärken, den größten Zukauf der über 130-jährigen Firmengeschichte. Die Transaktion soll knapp vier Milliarden Euro kosten. Henkel feilt noch an der Finanzierung. Erst im vergangenen Februar hatte Henkel sein Klebstoff- und sein Technologie-Geschäft in der Sparte zusammengelegt, an deren Spitze nun Geitner rücken soll.

Mit dem Stabswechsel in der Sparte setzt sich der Umbau im Henkel-Vorstand fort. Im April will Henkel-Chef Ulrich Lehner sein Amt an Kasper Rorsted abgeben.

manager-magazin mit Material von dpa, ddp und reuters

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