Lloyd Blankfein 18.819 Dollar Stundenlohn

Im Jahr der Kreditkrise hat die US-Investmentbank Goldman Sachs einen Rekordgewinn eingefahren und den Abstand zur Konkurrenz vergrößert. Da soll auch der Chef nicht zu kurz kommen. Mit rund 68 Millionen Dollar kassiert Lloyd Blankfein den bislang höchsten Bonus in der Geschichte der Wall-Street-Firmen.

New York - Rekordbonus zu Weihnachten: 67,9 Millionen Dollar (47,3 Millionen Euro) beschert die führende US-Investmentbank Goldman Sachs  ihrem Chef Lloyd Blankfein in diesem Jahr als Prämie. Der Bonus für den 53-Jährigen ist der höchste in der Geschichte der Wall Street-Firmen - trotz der Finanzmarktkrise.

Blankfein streicht damit eine Gehaltserhöhung von mehr als 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. Dies geht aus bei der Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen der Bank hervor. Der beeindruckende Stundenlohn Blankfeins inklusive Festgehalt: 18.819 Dollar - vorausgesetzt er arbeitet sieben Tage die Woche mindestens zehn Stunden.

Seine Kollegen bei den Wettbewerbern Morgan Stanley und Bear Stearns  müssen dagegen in diesem Jahr wegen der Kreditkrise auf ihre Sonderzahlungen verzichten. Zu groß waren die Verluste durch Milliardenabschreibungen. Goldman Sachs meisterte unter Blankfein die Turbulenzen an den Finanzmärkten weitaus besser als die Konkurrenten und fuhr einen Rekordgewinn ein.

Blankfein erhält seine Jahresprämie zusätzlich zu einem Festgehalt von vergleichsweise bescheidenen rund 600.000 Dollar. Vom Bonus selbst erhält der Spitzenbanker 26,8 Millionen Dollar in bar. Die übrigen 41,1 Millionen Dollar bekommt er als Paket aus später einlösbaren Aktien und Optionen.

manager-magazin.de mit Material von dpa