Infineon-Finanzchef Schröter beerbt Fischl

Vier Monate dauerte die Suche, nun war sie erfolgreich: Marco Schröter wird neuer Infineon-Finanzvorstand. Schröter folgt auf Peter Fischl, der den Posten übergangsweise übernommen hatte. Im Sommer hatte sich Infineon nach nur drei Monaten vom damaligen Finanzchef Rüdiger Günther getrennt.

München - Vier Monate nach der überraschenden Trennung von seinem Finanzchef hat der Halbleiterhersteller Infineon  einen Nachfolger gefunden. Marco Schröter werde voraussichtlich ab April seinen Posten als Finanzvorstand und Arbeitsdirektor antreten, teilte Infineon am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mit.

Der 44-Jährige war zuletzt bei der Schenker AG verantwortlich für die Ressorts Rechnungswesen und Finanzen. Zuvor bekleidete Schröter von 1994 bis 2002 mehrere leitende Funktionen bei Stinnes. Nach dem BWL-Studium war der gebürtige Bottroper als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes tätig und promovierte dort im Jahr 1994. Bis zu Schröters Amtsantritt werde Vorstandsmitglied Peter Fischl weiter das Finanzressort führen, teilte der Konzern mit.

Fischl hatte den Posten im August übergangsweise übernommen, weil Infineon sich nach nur drei Monaten wegen "nicht zu überbrückender Differenzen" von Rüdiger Günther als Finanzchef getrennt hatte. Für seine kurze Amtszeit hatte Günther rund 800.000 Euro Gehalt und eine Abfindung in Höhe von 1,2 Millionen Euro erhalten.

manager-magazin.de mit Material von reuters, dpa und ap

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