Commerzbank Vorstand Knobloch bleibt an Bord

Eurohypo-Chef Bernd Knobloch hat Spekulationen über einen Wechsel ins Topmanagement der US-Investmentbank Merrill Lynch eine klare Absage erteilt. Erneute Wertberichtigungen für das vierte Quartal schloss der Bankmanager nicht völlig aus.

Düsseldorf - Eurohypo-Chef Bernd Knobloch hat Spekulationen über einen Wechsel ins Top-Management der US-Investmentbank Merrill Lynch  eine klare Absage erteilt. "Ich bleibe hier", sagte er dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe).

"Ich bin gerne Vorstandsvorsitzender der Eurohypo , und es gibt für mich überhaupt keine Veranlassung, aus dem Vorstand der Commerzbank  auszuscheiden." Zugleich machte er deutlich, dass die Gerüchte um ein angebliches Angebot der Amerikaner jeglicher Grundlage entbehrten. "Das kommt aus dem Nichts", sagte Knobloch.

Knobloch, der auch Mitglied des Vorstands der Konzernmutter Commerzbank ist, gilt als ausgewiesener Immobilienexperte mit exzellenten Branchenkontakten und hätte, wie es hieß, das angeschlagene Immobiliengeschäft von Merrill Lynch wieder auf Kurs bringen können.

Die Eurohypo selbst musste im dritten Quartal Abschreibungen von 128 Millionen Euro auf forderungsunterlegte Wertpapiere vornehmen. Ob im vierten Quartal erneute Wertberichtigungen drohen, ließ der Eurohypo-Chef offen: "Angesichts der unverändert schwierigen Marktlage infolge der immer noch schwelenden Subprime-Krise kann man so etwas nicht gänzlich ausschließen."

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx