Deutsche Börse Francioni bleibt bis 2013

Der Aufsichtsrat der Deutschen Börse hat das Mandat des Vorstandschefs Reto Francioni um fünf Jahre verlängert. Dies gelte ab November 2008. Der Schweizer hatte die Führung des Börsenbetreibers vor zwei Jahren übernommen.

Frankfurt am Main - Reto Francioni bleibt bis 2013 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse . Der Aufsichtsrat des Konzerns verlängerte am Donnerstag einstimmig den Ende Oktober 2008 auslaufenden Vertrag um fünf Jahre. Das teilte das Unternehmen nach einer Sitzung des Aufsichtsrates mit.

Außerdem billigte das Kontrollgremium nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa das Budget für 2008 mit einem Umfang von 1,130 Milliarden Euro. Für das gestartete Programm zur Kostensenkung, bei dem auch Stellen verlagert werden sollen, stärkte der Aufsichtsrat dem Vorstand den Rücken.

Francioni hatte den Vorstandsvorsitz am 1. November 2005 übernommen. Sein Vorgänger Werner Seifert war von kritischen Großaktionäre im Streit um die Übernahme der Londoner Börse LSE  im Mai 2005 aus dem Amt gedrängt worden. Die Fusion mit der London Stock Exchange scheiterte, der Frankfurter Marktbetreiber machte sich auf die Suche nach neuem Führungspersonal - und entschied sich schließlich im September 2005 für Seiferts Landsmann Francioni.

Der promovierte Jurist Francioni gehörte dem Vorstand der Deutschen Börse bereits in den Jahren 1993 bis 2000 an und war beispielsweise für den - später wieder eingestellten - Neuen Markt zuständig. Später übernahm er den Chefposten bei der Schweizer Börse SWX. Die Deutsche Börse brachte unter seiner Führung die milliardenschwere Übernahme der US-Optionsbörse ISE auf den Weg.

manager-magazin.de mit Material von dpa, ddp

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