ATU Chef geht und liebäugelt mit BMW

Karsten Engel, Lenker der Werkstattkette ATU, verlässt das Unternehmen. Offensichtlich war der ATU-Eigner, die Investmentgesellschaft KKR, mit der Arbeit von Engel nicht zufrieden. Nun könnte der Manager einen gut dotierten Posten bei BMW antreten.

München - ATU-Chef Karsten Engel, der zwei Jahre an der Spitze der Oberpfälzer Firma stand, scheide auf eigenen Wunsch aus, um neue Aufgaben in der Autobranche zu übernehmen, teilte ATU. am Freitag mit.

Vorläufig werde Vertriebschef Manfred Ries die Leitung übernehmen. Die ATU-Aufsichtsgremien sollen in Kürze über die langfristige Besetzung des Chefpostens beraten.

Der "Süddeutsche Zeitung" zufolge gehe der 49-jährige auf Drängen des Finanzinvestors KKR , der verärgert über die Geschäftsentwicklung der Werkstattkette sein soll. KKR laste Engel an, dass das Unternehmen 2006 wie auch im laufenden Jahr seine Ziele verfehlt habe. Die Investmentgesellschaft hatte im Frühsommer 2004 die Mehrheit an ATU von Doughty Hanson übernommen, einer weiteren Beteiligungsgesellschaft.

Anderen Medien zufolge kehrt Engel nach den Differenzen mit KKR zum Autobauer BMW  zurück. Engel könnte neuer Deutschland-Vertriebschef von BMW werden, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Branchenkreise. Der Münchener Konzern wollte sich am Freitag dazu nicht äußern.

ATU betreibt in mehreren europäischen Ländern rund 620 Werkstätten und beschäftigt etwa 14.000 Mitarbeiter. Der Geschäftsführung gehören außer Ries noch Finanzchef Dirk Müller und Marketingchef Olaf Giesen an.

manager-magain.de mit Material von reuters und dpa

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