Texanischer Petro-Milliardär Wyatt Haft für Öl

Der texanische Ölmagnat Oscar Wyatt ist wegen Korruption im Rahmen des UN-Programms "Öl-für-Lebensmittel" zu einem Jahr und einem Tag Haft verurteilt worden. Die Anklage hatte dem Ölbaron vorgeworfen, heimliche Bestechungsgelder an die irakische Regierung von Saddam Hussein gezahlt zu haben.

New York - Ein texanischer Ölunternehmer ist wegen Korruption bei Geschäften mit dem Irak zu einem Jahr und einem Tag Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Manhattan verhängte die Strafe am Dienstag, nachdem der texanische Ölbaron Oscar Wyatt sich des Betrugs für schuldig erklärt hatte. Dafür ließ die Staatsanwaltschaft im Gegenzug vier weitere Anklagepunkte gegen Wyatt fallen.

Wyatt gab zu, im Dezember 2001 die Überweisung von 200.000 Dollar auf ein irakisches Konto gebilligt zu haben. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft soll er insgesamt mehrere Millionen Dollar an irakische Regierungsbeamte gezahlt haben, um bei Verträgen in Zusammenhang mit dem Öl für Lebensmittel-Programm bevorzugt zu werden.

Im Rahmen dieses Programms konnte das irakische Regime von Saddam Hussein trotz eines generellen Embargos eine begrenzte Menge Öl exportieren. Das Programm der Vereinten Nationen (UN) sollte dem Irak trotz der Sanktionen gegen das Land nach der Kuwait-Invasion Ölverkäufe ermöglichen, die Bevölkerung mit Vorräten zu versorgen. Eine unabhängige Untersuchungskommission war jedoch zu dem Schluss gekommen, dass mehr als 2200 Unternehmen in 66 Ländern 1,8 Milliarden Dollar an Bestechungsgeldern an irakische Beamte gezahlt hatten, um sich Öl aus dem Irak zu sichern.

manager-magazin.de mit Material von reuters und ap