Daimler Lydia Schrempp soll gehen

Knapp zwei Jahre ist Jürgen Schrempp nun schon nicht mehr Daimler-Primus. Seine Gattin fungiert bis heute als seine Bürochefin - Spitzensalär inklusive. Nun versucht der Konzern, Lydia Schrempp möglichst schnell von der Gehaltsliste zu bekommen.

Hamburg - Der Aufsichtsrat des Autokonzerns Daimler  drängt auf den Abschied von Lydia Schrempp. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (23. November) am Kiosk erhältlich ist.

Einige Kontrolleure forderten den Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche auf, die Gattin des ehemaligen Konzernchefs Jürgen Schrempp möglichst schnell von der Gehaltsliste zu bekommen. Auch Aufsichtsratschef Manfred Bischoff hat sich des Themas angenommen.

Während Jürgen Schrempps Amtszeit als Vorstandsvorsitzender hatte seine Gattin Lydia sein Büro geleitet. In der Konzernhierarchie ist sie in den Rang E2 aufgestiegen, eine Ebene unterhalb der Direktorenebene. Diesen Rang hat sie nach seinem Abschied behalten, nun als Bürochefin Schrempps in München.

Auf der außerordentlichen Daimler-Hauptversammlung im Oktober hatten die Aktionäre den fortbestehenden Vertrag mit Lydia Schrempp massiv kritisiert. Daraufhin ergriffen die Aufsichtsräte die Initiative. Einfach dürften die Verhandlungen über eine Beendigung des Anstellungsverhältnisses allerdings nicht werden: "Kündigen wir einfach, verlieren wir jeden Rechtsstreit", sagt ein Aufsichtsrat.

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