Josef Ackermann "Ich bin gerne in Deutschland"

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat sich nicht eindeutig zu Spekulationen geäußert, er sei für einen Chefposten der Citigroup und Merrill Lynch im Gespräch. Ackermann betonte, die Deutsche Bank habe in schwierigen Phasen hinter ihm gestanden. Außerdem bekräftigte er, nicht über 2010 hinaus an der Bankspitze bleiben zu wollen.

Berlin - Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat signalisiert, das Institut bis zum Ende seiner Amtszeit 2010 führen zu wollen. Auf die Frage nach einem möglichem Wechsel zur Citigroup  oder zu Merrill Lynch  sagte der Schweizer am Dienstag auf einer Veranstaltung in Berlin: "Ich bin gerne in Deutschland."

Dieses Land sei sehr offen und er genieße hier guten Zuspruch. Zudem habe er nicht vergessen, dass die Deutsche Bank  auch in kritischen Zeiten zu ihm gestanden habe, betonte der 59-Jährige.

Ackermann machte zudem indirekt deutlich, dass es bislang keine offiziellen Anfragen der US-Konkurrenten gegeben hat. "Wenn nicht angefragt wurde, wäre es unhöflich, nein zu sagen", sagte er. Der Manager vergangene Woche war in US-Medienberichten als Kandidat für die frei gewordenen Chefposten bei der Citigroup und Merrill Lynch gehandelt worden.

"Zu solchen Marktgerüchten nehme ich keine Stellung", betonte der Deutschen-Bank-Chef, der seit 2002 an der Spitze des Geldhauses steht. Er hat wiederholt angekündigt, dass er 2010 für keine weitere Amtszeit zur Verfügung steht.

Der Banker gab sich in Berlin erneut optimistisch, dass sein Institut die Krise an den Kreditmärkten weitgehend überstanden hat. "Auf Basis der aktuellen Lage sehen wir keinen weiteren Bedarf für Preiskorrekturen", bekräftigte Ackermann. Die Märkte erholten sich spürbar. Auch die Auswirkungen auf die Konjunktur in den USA und Deutschland seien nicht dramatisch, sagte er am Dienstag.

"Zudem sehen wir keine Gefahr für eine allgemeine Kreditverknappung in Deutschland und Europa." Lediglich große Milliarden-Darlehen etwa für Beteiligungsgesellschaften seien weiter schwer zu bekommen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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