Donnerstag, 5. Dezember 2019

Einstiegsgehälter Begehrte Absolventen

Akademiker haben derzeit so gute Karrierechancen wie lange nicht mehr. Das schlägt sich auch in den Einstiegsgehältern nieder: Hochschulabsolventen können derzeit mit einem Anfangssalär von über 40.000 Euro rechnen. Allerdings schwankt die Höhe je nach Branche stark.

Hamburg - Akademiker, die überdurchschnittliche Qualifikationen mitbringen und damit zu den so genannten "High-Potentials" zählen, können einer Studie der Managementberatung Kienbaum zufolge sogar ein Jahressalär von 47.500 Euro erwarten. Das sind gut 6,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Gehaltsunterschiede zwischen Master und Bachelor dagegen sind gering.

Wieder gefragt: Gehälter für Jungakademiker steigen
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Wieder gefragt: Gehälter für Jungakademiker steigen
Allerdings schwankt die Höhe des Einstiegsgehalts je nach Branche des Arbeitgebers stark. Am besten bezahlen der Studie zufolge Unternehmen der Beratungsbranche, die geringsten Einstiegsgehälter gibt es in der Konsumgüterindustrie.

Zwar sind vor allem Elektrotechniker, Maschinenbauer und Verfahrenstechniker begehrte Bewerber. Doch auch jenseits technischer Berufe sind die Perspektiven gut: Um in Zeiten der Globalisierung konkurrenzfähig zu bleiben, seien zunehmend auch mittelständische Unternehmen auf sprachgewandte und auf unterschiedliche Kulturkreise eingestellte Mitarbeiter angewiesen. Hier könnten insbesondere Geisteswissenschaftler punkten.

Als erste Auswahlkriterien bei der Rekrutierung nennen die befragten Unternehmen absolvierte Praktika gefolgt von Sprachkenntnissen und gezielt gewählten Studienschwerpunkten. Am wenigsten Gewicht haben das Alter des Absolventen beim Examen, das Image der Hochschule und eine Berufsausbildung vor dem Studium. Als wichtigste persönliche Eigenschaften der Kandidaten werden Eigenmotivation, Lernbereitschaft und analytische Fähigkeiten sowie Teamfähigkeit genannt.

Kaum Zweifel haben die Unternehmen an den Fachkenntnissen sowie der akademischen Ausbildung und internationalen Erfahrung. "Durch die Internationalisierung – auch im Mittelstand – werden interkulturelle Fähigkeiten immer wichtiger", sagt Erik Bethkenhagen, Mitglied der Geschäftsleitung und Projektleiter der Studie.

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