Weberbank Der Gründerenkel geht

Altgesellschafter Andreas Bödecker tritt zum Jahresende als Vorstand der WestLB-Tochter Weberbank zurück. Mit seinem Abgang verbleibt nur noch ein Mitglied der alten Führungsriege bei der Berliner Privatbank.

Berlin - Andreas Bödecker (49) wird auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember 2007 aus dem Vorstand der Weberbank ausscheiden. Das teilte die zur WestLB gehörende Privatbank am Mittwoch mit. Bödecker - Enkel von Hans Weber, der das Geldhaus 1949 in Berlin gegründet hatte - war über 25 Jahre bei der Weberbank tätig, unter anderem von 1994 bis 2005 als persönlich haftender Gesellschafter.

Mit dem Abgang Bödeckers verbleibt nur noch ein Altgesellschafter bei der Privatbank. Michael Graf Strasoldo ist noch für knapp ein Jahr Chef des Geldhauses. Er trat 1993 in die Geschäftsleitung der Weberbank ein und verantwortet unter anderem das Private Banking in Berlin. Im Oktober 2007 soll Harald Christ, gegenwärtig Generalbevollmächtigter, Strasoldos Posten übernehmen.

Für Strasoldos Vorgänger Guido Mundt, der zur WestLB zurückkehrte und dort das Asien-Geschäft verantwortet, rückte Klaus Siegers Anfang Oktober in den Vorstand auf. Der 47-Jährige ist seit 2005 für die Bank tätig und hatte als Generalbevollmächtigter das Geschäft auf Nordrhein-Westfalen ausgedehnt. Siegers ist zuständig für die Bereiche Vermögensverwaltung und institutionelle Kunden.

Die WestLB hatte die Weberbank vor über zwei Jahren von der Bankgesellschaft Berlin  übernommen. Über das Institut bündelt die Landesbank ihr Direktgeschäft mit vermögenden Privatkunden.

manager-magazin.de

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