Eon Ruhrgas Der mit dem Bär tanzt

Bernhard Reutersberg soll neuer Chef von Deutschlands größtem Gas-Importeur Eon Ruhrgas werden. Burckhard Bergmann, der Vorgänger von Reutersberg, ist gegenwärtig Aufsichtsrat bei Gazprom. Voraussichtlich wird Reutsersberg auch diesen Posten langfristig übernehmen.

Essen - Der Präsidialausschuss des Konzerns empfahl, den 53-jährigen Bernhard Reutersberg, bisher Leiter des Vertriebsressorts von Eon Ruhrgas, zum Nachfolger von Burckhard Bergmann zu bestellen.

Bergmann wird Ende Februar 2008 nach Vollendung seines 65. Lebensjahres aus dem Vorstand ausscheiden. Wie Eon Ruhrgas am Dienstag in Essen mitteilte, wird der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 19. Dezember endgültig über die Nachfolge entscheiden.

Vor knapp drei Monaten wurde Bergmann als einziger Ausländer für ein weiteres Jahr in den Aufsichtsrat des russischen Energiekonzerns Gazprom  gewählt. Seit über sechs Jahren sitzt Bergmann in dem Kontrollgremium. Eon Ruhrgas hält einen Anteil von 6,5 Prozent an dem vom Kreml kontrollierten Energieriesen. Über eine etwaige Nachfolgeregelung für Bergmann im Gazprom-Aufsichtsrat wollte sich Eon-Ruhrgas gegenüber manager-magazin.de nicht äußern.

Zuletzt hatte Eon  Mitte September für einen Preis von etwa fünf Milliarden Dollar einen Anteil von rund 70 Prozent am russischen Versorger OGK-4 erworben. Das Unternehmen ist eine von 20 russischen Stromgesellschaften, die in den nächsten Jahren privatisiert werden. OGK-4 verfügt über Gas- und Kohlekraftwerke mit einer Gesamtkapazität von etwa 8,6 Gigawatt. Eon hatte nach der gescheiterten Übernahme des spanischen Versorgers Endesa  den Einstieg auf dem russischen Strommarkt angekündigt.

manager-magazin.de mir Material von reuters

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