Arques Manager geht, Aktie schmiert ab

Die Beteiligungsgesellschaft Arques verliert mit Markus Zöllner bereits den zweiten Topmanager in diesem Jahr. Erst im Mai hatte Unternehmensgründer Peter Löw Kasse gemacht und das Unternehmen verlassen.

Frankfurt am Main - Der 39-jährige Markus Zöllner werde das Starnberger Unternehmen zum Jahreswechsel verlassen und aus privaten Gründen ein Jahr Auszeit nehmen, teilte Arques  am Montag mit. Sein Nachfolger zum 1. Januar 2008 werde Bernd Schell, der seit 2004 für Arques tätig sei und in dieser Zeit zwei Unternehmen erfolgreich saniert habe.

Die Spekulationen über einen Wechsel an der Konzernspitze, die die im MDax  gelisteten Aktien der Beteiligungsgesellschaft am Vormittag um bis zu 14 Prozent ins Minus gedrückt hatten, bewahrheiteten sich durch den Weggang von Zöllner allerdings nicht.

Die Arques-Aktie  war am Montag nach einem Bericht über einen Rückzug zweier Vorstandsmitglieder zeitweise unter Druck geraten. Nach der offiziellen Reaktion des Unternehmens stabilisierten sich die Papiere, gegen 11.15 Uhr stand noch ein Minus von 3,19 Prozent auf 26,44 Euro zu Buche. Kurz nach Eröffnung des Handels waren Papiere um fast 14 Prozent auf 23,51 Euro abgestürzt.

Vorstandschef Martin Vorderwülbecke hatte bereits am Sonntag einen Magazinbericht dementiert, demzufolge er selbst Abwanderungsgedanken hege. Gegen Mittag lagen die Arques-Aktien noch mit 3 Prozent im Minus bei 26,49 Euro.

Vorderwülbecke hatte das Vorstandsamt erst im Mai von Firmengründer Peter Löw angetreten. Dieser hatte sich ins Privatleben verabschiedet, nachdem er für rund 53 Millionen Euro Firmenanteile verkauft hatte.

Zöllner gehörte seit 2005 zum Arques-Vorstand und verantwortete den Bereich operative Beteiligungen. Zuvor hatte er unter anderem den Mobilfunkanbieter Viag Interkom aufgebaut, der heute unter dem Namen O2 firmiert.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

Mehr lesen über