BAE-Systems Abgang nach Milliardengeschäft

Erst kürzlich besiegelte der britische Rüstungskonzern BAE-Systems einen Milliardenvertrag mit Saudi-Arabien. Für über sechs Milliarden Euro kauft der Wüstenstaat 72 Kampfjets des Typs Eurofighter. Nun gab BEA-Systems-Chef Mike Turner seinen Rücktritt bekannt.

London - Der Chef des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems , Mike Turner, hat für das kommende Jahr seinen Rücktritt angekündigt. Turner werde im August 2008 seine Ämter als Firmenchef und Vorstandsmitglied aufgeben und in den Ruhestand gehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Ein Nachfolger wurde zunächst nicht benannt.

"Ich habe mich entschieden, nächstes Jahr, wenn ich 60 werde, nach 42 Jahren aus dem Unternehmen auszuscheiden", erklärte Turner. Verwaltungsratschef Dick Olver hob die Verdienste des Managers hervor, der vor allem in den vergangenen Jahren zu den starken Finanzergebnissen und der strategischen Ausrichtung von BAE Systems beigetragen habe. Unter Turners Führung hatte sich BAE unter anderem von seiner Airbus-Beteiligung getrennt und vor allem in den USA Erfolge im Geschäft mit gepanzerten Fahrzeugen erzielt.

Trotzdem wurde das letzte große BAE-Geschäft unter Beteiligung der EADS  eingefädelt: Saudi-Arabien kaufte in Großbritannien 72 Kampfjets des Typs Eurofighter. Das Geschäft, das Mitte September besiegelt wurde, hat ein Volumen von insgesamt 20 Milliarden Euro, 6,38 Milliarden Euro umfasst der Kauf der Flugzeuge.

Die Kampfflieger werden im BAE-Werk im englischen Warton montiert und dort in Zukunft regelmäßig gewartet. Am Eurofighter-Konsortium sind neben BAE-Systems und EADS der italienische Konkurrent Finmeccanica  beteiligt.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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