Audi Fragezeichen über Vertriebschef

Audi-Vertriebsvorstand Ralph Weyler muss um seine Zukunft im Unternehmen bangen. Einem Magazinbericht zufolge will der Aufsichtsrat seinen Vertrag nach 2008 nicht verlängern. Das Unternehmen dementiert die Meldung - aber nur halbherzig.

Hamburg/Ingolstadt - Die Volkswagen-Tochter  Audi will nach einem Magazinbericht den Vertrag ihres Vertriebsvorstands Ralph Weyler nicht über das kommende Jahr hinaus verlängern. DER SPIEGEL berichtete am Samstag vorab unter Berufung auf Audi-Aufsichtsratsmitglieder, diese wollten den bis 2008 laufenden Vertrag des Managers nicht verlängern. Ein Audi-Sprecher sagte dazu am Samstag lediglich: "Das Thema steht nicht zur Debatte."

Das Magazin berichtete weiter, der ebenso wie der frühere VW-Chef Bernd Pischetsrieder von BMW  gekommene Weyler stehe seit längerem in der Kritik. Audi-Chef Rupert Stadler habe schon Anfang des Jahres gesagt, bei Technik und Produkten sei Audi "schon top", nun müssten auch Vertrieb und Service dem Standard der Marke entsprechen.

Der Vertriebsmanager sollte vor allem den Absatz im Ausland fördern. In den USA etwa liegt Audi aber deutlich hinter BMW und Mercedes-Benz zurück. In diesem Jahr wolle Audi weltweit 950.000 Autos verkaufen und damit einen weiteren Rekord einfahren, betonte ein Sprecher.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres war der Absatz der VW-Tochter weltweit um 8,3 Prozent auf 741.300 Fahrzeuge gestiegen. Damit hat sich das Wachstum allerdings im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten weiter abgeschwächt. Im September steigerte Audi den Absatz weltweit wegen eines Rückgangs bei den Verkaufszahlen in Deutschland nur noch um 1,8 Prozent. Audi begründete das Minus auf dem Heimatmarkt mit dem bevorstehenden Modellwechsel beim Audi A4.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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