Voith Turbulenter Abgang

Beim Heidenheimer Maschinenbauer Voith überschlagen sich die Ereignisse: Der Umsatz steigt, das Airbus-Projekt ist gestrichen, der Chef geht.

Heidenheim - Der Chef des Maschinenbauers Voith, Hermut Kormann (65), geht zum 31. März 2008 in Ruhestand. Sein Nachfolger an der Spitze des Familienunternehmens werde der bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung der Voith Siemens Hydro Power Generation, Hubert Lienhard, wie Aufsichtsratschef Michael Rogowski am Dienstag mitteilte.

Zugleich gab das Familienunternehmen bekannt, dass der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 (30. September) erstmals die Marke von vier Milliarden Euro überschritt. Die Erlöse stiegen um neun Prozent auf etwa 4,06 Milliarden Euro, hieß es. Der Auftragseingang kletterte um 20 Prozent auf rund fünf Milliarden Euro.

Der 56-jährige Lienhard hatte vor seiner Zeit bei Voith bei Lurgi und ABB  gearbeitet und war 2001 in den Vorstand des Maschinenbaukonzerns eingetreten. Seine Nachfolge bei Voith Siemens Hydro übernimmt zum 1. April 2008 Vorstandsmitglied Roland Münch.

Voith gab am Dienstag auch den Ausstieg aus dem Bieterverfahren für die deutschen Airbus-Werke bekannt. Das Familienunternehmen sehe keine Möglichkeit, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das den Vorstellungen beider Seiten gerecht werde, sagte Kormann.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Mehr lesen über