Bank of Canada Ex-Goldman-Sachs-Banker wird Chef

Der ehemalige Goldman Sachs-Investmentbanker Mark Carney wird neuer Chef der Bank of Canada. Carney wird mit 42 Jahren der jüngste Notenbankchef der acht führenden Industrienationen sein.

Ottawa - Die kanadische Zentralbank, die Bank of Canada, hat Mark Carney, Investmentbanker und stellvertretender kanadischer Finanzminister, zum neuen Chef bestellt. Der 42-jährige wird Nachfolger des nach sieben Jahren auf eigenen Wunsch ausscheidenden kanadischen Notenbank-Gouverneurs David Dodge.

Die Amtsübergabe erfolgt zum 1. Februar 2008. Solange wird Carney als Berater von Dodge bei der kanadischen Zentralbank tätig sein. Dies gab die kanadische Notenbank am Donnerstag bekannt. Carney kündigte am Donnerstag an, sich vor allem für eine niedrige Inflation von einem bis drei Prozent einzusetzen. Es sei jedoch noch zu früh um zu sagen, ob dieses Inflationsziel gesenkt werden solle.

Vor seiner Tätigkeit im Finanzministerium von August 2003 bis November 2004 war Carney stellvertretender Gouverneur der Notenbank. Zuvor hatte er 13 Jahre lang bei der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs  gearbeitet, zuletzt als geschäftsführender Direktor für Kanada. Seine Universitätsausbildung hatte er an den amerikanischen und britischen Elite-Universitäten Harvard und Oxford absolviert.

Carney wird mit 42 Jahren der jüngste Notenbankchef der acht führenden Industrienationen sein. Als enger Mitarbeiter des kanadischen Finanzministers Jim Flaherty hat er Erfahrung in der Geldpolitik; zudem war er bereits für die Notenbank tätig. Er gilt als direkt und überzeugend. Marktexperten nahmen seine Ernennung ruhig auf. Es sei nicht mit größeren Änderungen der Strategie zu rechnen, sagten sie.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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