StatoilHydro Rücktritt nach drei Tagen

Drei Tage nach dem Börsendebut des neuen norwegischen Energiekonzerns StatoilHydro hat Verwaltungsratschef Eivind Reiten seinen Posten aufgegeben. Er reagierte mit dem Rücktritt auf Bestechungsvorwürfe bei Libyen-Geschäften des früher selbstständigen Konzerns Norsk Hydro mit Reiten als Vorstandschef.

Oslo - Eivind Reiten, der Verwaltungsratchef des neu formierten norwegischen Energiekonzerns StatoilHydro, ist angesichts von Untersuchungen zu Öl-Geschäften in Libyen zurückgetreten.

Reiten teilte am Donnerstag mit, dies sei angesichts der Entwicklung die beste Entscheidung. Es habe sich gezeigt, dass der Fall komplexer sei als ursprünglich angenommen

Hydros Aktivitäten bei der Gas-Ölförderung waren zum 1. Oktober mit Statoil  zum größten Offshore-Konzern der Welt zusammengelegt worden. Reiten, der vor der Fusion Chef von Norsk Hydro war, hatte in den letzten Monaten mehrfach massiv wegen hoher Abfindungs- und Übergangszahlungen an ihn und andere frühere Hydro-Spitzenmanager in der Kritik gestanden.

In dieser Woche leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen ein, weil Norsk Hydro zur Erlangung von Bohrkonzessionen in Libyen Bestechungsgelder gezahlt haben soll. Die Sache werde inzwischen von der Abteilung der norwegischen Polizei für Wirtschaftskriminalität bearbeitet.

Statoil hatte erst jüngst die Öl-und Gas-Sparte von Norsk Hydro übernommen. Die damit neu gegründete StatoilHydro hatte am Montag ihr Börsendebut gegeben.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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