KPN-Chef Verlängerung vor der Zeit

Der Vorstandschef der niederländischen Telefongesellschaft KPN, Ad Scheepbouwer, hat seinen Vertrag frühzeitig verlängert. Dieser läuft nun bis zum Juli 2011. Eigentlich sollte der Vertrag im Sommer 2009 auslaufen.

Den Haag - Das Grundgehalt bleibt den Angaben zufolge unverändert. Allerdings würden sich die variablen Gehaltskomponenten erhöhen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Den Haag mit.

Zuletzt hatte sich Scheepbouwer für weitere Preissenkungen in der Mobilfunkbranche in Deutschland ausgesprochen. "Die Preise im deutschen Mobilfunk müssen noch weiter fallen", sagte der Chef des niederländischen Telekommunikations-Unternehmens und E-Plus Mutterkonzerns KPN  dem "Handelsblatt" Ende Juli. Die Handy-Tarife müssten auf acht Cent je Minute sinken, wenn Deutschland das Niveau des Auslands erreichen soll.

Scheepbouwer geht davon aus, dass ein Fünftel der Deutschen nur noch mobil telefonieren werde, wenn die Preise stark sinken. Bei diesen Kunden will Scheepbouwer laut Zeitungsbericht einen Marktanteil von etwa 30 Prozent erreichen - auf alle Nutzergruppen verteilt liege E-Plus derzeit bei 15 Prozent. Derzeit verzichten nur 5 Prozent der Kunden ganz auf einen Festnetzanschluss.

Die Tarife für Handy-Gespräche sind seit knapp zwei Jahren deutlich gesunken. Verantwortlich dafür ist etwa E-Plus mit dem Billigableger Simyo. Zuletzt rief Marktführer T-Mobile mit Congstar eine eigene Billigmarke ins Leben.

Trotz der Zuwächse bei E-Plus in Deutschland verzeichnete KPN im abgelaufenen zweiten Quartal insgesamt einen leichten Ergebnisrückgang. So ging der Überschuss von 431 Millionen auf 400 Millionen Euro zurück. Der Umsatz kletterte um 1,1 Prozent auf 3,01 Milliarden Euro. Das Umsatzplus erklärte Scheepbouwer mit dem Verkauf von Immobilien, wodurch ein Buchgewinn angefallen sei. Er bestätigte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr, wonach das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr unverändert bleiben soll.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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