Grammer Chef kommt, Vorstand geht

Erst seit August ist Rolf-Dieter Kempis, ein Ex-McKinsey-Mann, Chef bei dem bayerischen Automobilzulieferer Grammer. Aber schon jetzt führt die Neueinstellung zu Erosionserscheinungen in der Chefetage: Ein wichtiger Vorstand verlässt Grammer im Streit.

München - Der beim Autozulieferer Grammer  für das Automobilgeschäft zuständige Vorstand Uwe Wöhner verlässt nach Dissonanzen mit dem neuen Vorstandschef das Unternehmen. Der 48-Jährige scheide "im gegenseitigen Einvernehmen wegen unterschiedlicher Auffassungen in der mittelfristigen Geschäftsausrichtung mit sofortiger Wirkung" aus, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Wöhner gehörte seit April 2001 dem Grammer-Vorstand an, seit März 2002 verantwortete er zusätzlich als Arbeitsdirektor das Personalwesen des Unternehmens. Seine Aufgaben übernimmt der seit August amtierende Vorstandschef Rolf-Dieter Kempis, der zuvor dem Aufsichtsrat angehörte und Alois Ponnath an der Unternehmensspitze abgelöst hatte.

Der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur Kempis war in der Vergangenheit unter anderem bei der Thyssen  und dem Beratungsunternehmen McKinsey tätig. Kempis soll neue Wachstumsperspektiven für den Automobilzulieferer entwickeln. Zuletzt hatte Grammer Mitte August die Prognosen erhöht. Der Hersteller von Fahrzeugsitzen und anderer Auto-Innenausstattung hat weltweit mehr als 9000 Mitarbeiter.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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