Talente Deutschland ist nicht Spitze

Im weltweiten Kampf um die Talente der Wirtschaft nimmt Deutschland keinen Spitzenplatz ein. So wurde der Exportweltmeister unter anderem von Holland, Schweden und Großbritannien abgehängt.

Hamburg - Im weltweiten Kampf der Unternehmen um die talentiertesten Topkräfte liegt Deutschland hinter Ländern wie den USA oder Kanada. Das ist das Ergebnis einer Studie der Personalberatungsgesellschaft Heidrick & Struggles, die am Mittwoch vorgestellt wurde.

Im sogenannten Global Talent Index (GTI) wurde untersucht, welche Länder guten Managementnachwuchs hervorbringen und von welchen Land sich die Führungskräfte besonders angezogen fühlen. Sieben Indikatoren flossen in den Index ein, unter anderem demografische Bedingungen, das Grundschulsystem, die Qualität der betriebswirtschaftlichen Ausbildung, die Flexibilität des Arbeitsmarktes, ausländische Direktinvestitionen sowie die Neigung einer Volkswirtschaft, Talente zu fördern und anzuziehen. "Wenn Talent der Brennstoff der Zukunft ist, sollten wir wissen, wo die Reserven lagern", erklärte Heidrick & Struggles-Chef Kevin Kelly.

International liegen beim GTI demnach die USA auf Platz eins und werden diese Spitzenposition auch verteidigen. Es sind laut Studie die universitäre Ausbildung, insbesondere die Business Schools sowie das allgemein Talente fördernde Umfeld. Hinzu kommt die hohe Neigung, Talente auch von außen anzuziehen. Auf Platz zwei folgt Kanada vor den Niederlanden, Großbritannien und Schweden, ehe Deutschland auf Platz sechs folgt.

"Deutschland steht international ordentlich da", sagte Gil Alon von der deutschen Heidrick & Struggles-Niederlassung. Während sich die demografische Entwicklung und die im Verhältnis geringen Direktinvestitionen eher negativ auswirkten, gelten laut Alon Grundschulausbildung, Mobilität und Offenheit des Arbeitsmarkts sowie die Bereitschaft, Talente anzuziehen, in der Bundesrepublik als ausgesprochen gut.

manager-magain.de mit Material von ap

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