DBS Chef von Singapurs Großbank tritt zurück

Inmitten der Vertrauenskrise auf den weltweiten Finanzmärkten hat der Chef der größten Bank in Südostasien seinen Rücktritt angekündigt. Als offiziellen Grund nannte DBS-Chef Jackson Tai familiäre Gründe.

Singapur - Allerdings war der Aktienkurs des Finanzhauses aus Singapur nach einer Reihe schlechter Nachrichten zuletzt kräftig gesunken.

So hatte DBS im vergangenen Monat die Anleger enttäuscht, als die Firma eingestehen musste, fast doppelt so hoch in ausfallgefährdete Wertpapiere investiert zu sein wie ursprünglich angegeben. Vor ein paar Wochen scheiterte DBS zudem bei dem Versuch, seinen Anteil von derzeit 16 Prozent an der thailändischen TMB Bank zu erhöhen.

Tai soll nach Firmenangaben bis Ende des Jahres seinen Posten abgeben. Seine Nachfolge ist noch nicht geklärt. In der Übergangszeit soll der Verwaltungsratschef Koh Boon Hwee auch Managementaufgaben übernehmen.

DBS-Aktien schlossen nach der Mitteilung mehr als drei Prozent fester. Seit Jahresbeginn hatte sie gegen den Trend im asiatischen Bankensektor mehr als sieben Prozent an Wert verloren.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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