Norsk Hydro Energiekonzern verliert Kontrolleure

Dem norwegischen Energiekonzern Norsk Hydro steht eine Neubesetzung des Aufsichtsrats bevor. Nachdem bereits AR-Chef Jan Reinås zurückgetreten war, schließen nun drei Mitglieder des Kontrollgremiums eine Wiederwahl aus.

Oslo – Der norwegische Energiekonzern Norsk Hydro muss sich neue Aufsichtsratsmitglieder suchen. Håkan Mogren, Lena Olving and Kurt Anker Nielsen stünden einer Wiederwahl nicht zur Verfügung, teilte das Unternehmen mit.

Die Verwaltungsratsmitglieder protestieren mit diesem Schritt gegen die norwegische Regierung, die scharf kritisiert hatte, wie das Hydro-Board das Aktienoptionsprogramm von Hydro beendet.

Die Optionen auf jährliche Bonuszahlungen je nach Börsenwert des Unternehmens sollten mit Blick auf die bevorstehende Zusammenlegung von Hydros Öl- und Gasaktivitäten mit dem Konkurrenten Statoil Asa  ausgezahlt werden. Haupteigner von Statoil ist Norwegen.

Anfang August war schon der Vorsitzende des Kontrollgremiums, Jan Reinås, zurückgetreten. Der sozialdemokratische Wirtschaftsminister Dag Terje Andersen habe ihn als Vertreter des größten Hydro-Anteilseigners zu diesem Schritt gedrängt, erklärte der Manager damals.

Wenige Tage später verzichtete der Konzernchef Eivind Reiten sowie weiterer Führungskräfte auf knapp 10 Prozent von zur Auszahlung anstehenden 210 Millionen Kronen.

Den Aufsichtsratsvorsitz übernahm die damalige Vizechefin Elisabeth Grieg.

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