Nestlé Nachfolger aus eigenen Reihen

Die Suche nach dem neuen Nestlé-Chef ist beinahe abgeschlossen. Die Hinweise, wer den weltgrößten Nahrungsmittelhersteller künftig führen wird, verdichten sich: Es wird ein interner Manager. Zwei Kandidaten haben besonders gute Chancen auf den Chefposten.

Zürich - Beim bevorstehenden Wechsel an der Spitze setzt der weltgrößte Nahrungsmittelskonzern Nestlé  auf eigene Leute. "Mein Nachfolger kommt aus den eigenen Reihen", sagte Noch-CEO Peter Brabeck der "Handelszeitung" in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview.

Die als aussichtsreichste Kandidaten gehandelten Paul Polman, derzeit Finanzchef des Konzerns, und Amerika-Leiter Paul Bulcke erfüllten beide die nötigen Anforderungen. Allerdings habe man auch externe Kandidaten geprüft. "Aber wir sind zum Entschluss gekommen, dass wir intern den besten Kandidaten haben."

Die Entscheidung über den neuen CEO werde am 20. September fallen.

Nach einem guten ersten Halbjahr 2007 sind die Geschäfte nach Aussage von Brabeck auch im Juli und August gut gelaufen, weshalb das selbst gesteckte Ziel eines organischen Umsatzwachstums von fünf bis sechs Prozent und einer Margenverbesserung erreicht oder sogar getoppt werden kann.

"Ich nenne nicht gerne genaue Zahlen. Aber ich kann bestätigen, dass wir unsere Ziele 2007 erreichen und wahrscheinlich übertreffen werden", sagte Brabeck. Die Marke von 100 Milliarden Franken Umsatz dürfte in diesem Jahr geknackt werden, führt er aus.

Größere Akquisition soll es in den nächsten zwei Jahren nicht geben. "Nestlé ist nach der Akquisition von Gerber in einer Konsolidierungsphase. Kleinere Käufe wie Henniez sind aber weiterhin möglich. Dafür haben wir ein 'Taschengeld' von zwei Milliarden Franken auf die Seite gelegt", sagte der Österreicher.

Brabeck ist auch Präsident des Verwaltungsrats von Nestlé. Im April wurde sein Mandat trotz Kritik von Aktionärsseite mit großer Mehrheit verlängert.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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