Chrysler Asien-Chef gefunden

Der US-Autobauer Chrysler wirbt derzeit zahlreiche Topmanager seiner Konkurrenten ab. In den vergangenen Wochen verlor Toyota zwei Spitzenkräfte. Nun wechselt Phil Murtaugh, Vizepräsident des VW-Partners SAIC, zu Chrysler. Er wird das wichtige Asien-Geschäft leiten.

Shanghai – Der größte chinesische Autohersteller und VW-Partner SAIC Motor verliert den Topmanager Phil Murtaugh. Der leitende Vize-Präsident kündigte seinen Wechsel zum Rivalen Chrysler an.

"Ich konnte das Angebot von Chrysler nicht ablehnen. Es ist eine enorme Chance für mich", sagte Murtaugh. Er werde als Asien-Chef für die Geschäfte in der gesamten Region verantwortlich sein. Asien sei "entscheidend" für das Wachstum, teilte Chrysler mit.

Murtaugh war erst im Juni 2006 zum chinesischen Marktführer gekommen, nachdem er überraschend seinen Posten als China-Chef beim US-Konzern General Motors  (GM) aufgegeben hatte. SAIC kooperiert in China auch mit GM.

Der angeschlagene Autobauer Chrysler, die Nummer vier auf dem US-Markt, hatte zuletzt schon zwei Topmanager von Toyota  abgeworben.

Zum 28. August wechselte Deborah Meyer zu Chrysler und verantwortet nun das Marketing für die Marken Chrysler, Dodge und Jeep. Die Managerin war Vizepräsidentin Marketing der Toyota-Luxustochter Lexus.

Auch der Toyota-Manager James Press, arbeitet künftig bei Chrysler. Er war 37 Jahre lang bei dem japanischen Autobauer beschäftigt, zuletzt als Nordamerika-Chef. Press wurde zum Vice Chairman ernannt. Er wird das weltweite Marketing, den weltweiten Vertrieb, die Produktentwicklung sowie den Werkstatt- und Ersatzteilservice von Chrysler leiten.

Chrysler gehört seit Anfang August mehrheitlich dem Finanzinvestor Cerberus. Beim früheren Alleineigentümer DaimlerChrysler  verbleibt ein Minderheitsanteil von knapp 20 Prozent.

manager-magazin.de mit Material von reuters und ap

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