SachsenLB LBBW-Manager Pfab wird Vorstand

Die angeschlagene SachsenLB hat einen weiteren Vorstand. Zum dritten Mitglied wurde Harald Pfab bestellt. Der 58-Jährige kommt aus der Bankengruppe des neuen Eigners LBBW und wird das Geschäft mit Firmenkunden verantworten.

Frankfurt - Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat einen weiteren Topmanager in den Vorstand der von ihr übernommenen SachsenLB geschickt. Der von der LBBW-Tochter BW-Bank kommende Harald R. Pfab werde bei der SachsenLB künftig für die Corporate-Finance-Aktivitäten zuständig sein, teilte die sächsische Landesbank mit.

Pfab war bei der BW-Bank bisher als Bereichsleiter für das Firmenkundengeschäft in Baden-Württemberg Süd-Ost zuständig. Die BW-Bank ist eine selbstständige Einheit innerhalb der baden-württembergischen Landesbank. Der neue Kapitalmarktvorstand der SachsenLB, Wolf-Dieter Ihle, kommt ebenfalls von der LBBW.

Der alte Vorstand der sächsischen Landesbank war in der vergangenen Woche abberufen worden. Die SachsenLB war nach riskanten Hypothekengeschäften auf dem amerikanischen Immobilienmarkt in eine schwere Krise geraten und ist von der kapitalstarken LBBW in einer Blitzaktion übernommen worden.

Vorstandschef Herbert Süß hatte vergangene Woche seinen Rücktritt erklärt. Er ist noch bis zum 15. September im Amt. Sein kommissarischer Nachfolger ist Joachim Hoof, bislang Vorstandsvorsitzender der Ostsächsischen Sparkasse in Dresden. Als erster hatte seinen Posten Stefan Leusder räumen müssen, für das Kapitalmarktgeschäft zuständiger Vorstand. Vergangene Woche mussten die Vorstände Yvette Bellavite-Hövermann und Werner Eckert gehen.

Das Debakel bei der Bank hatte eine Krise bei der sächsischen schwarz-roten Regierungskoalition ausgelöst. Finanzminister Horst Metz (CDU) kündigte in Folge seinen baldigen Rücktritt an. Derzeit beraten Parteigremien über einen Ausweg aus der Krise. Der Vorsitzende der Partei Die Linke, Lothar Bisky, rief unterdessen auch Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) zum Rücktritt auf.

manager-magazin.de mit Material von ddp, dpa und reuters

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