Peter Hartz Der Ordensträger verzichtet

Zwei Jahre auf Bewährung und eine Geldstrafe von rund 576.000 Euro: So lautete das Urteil gegen den ehemaligen VW-Manager Peter Hartz. Vor fünf Jahren bekam er das Bundesverdienstkreuz verliehen. Nun ersparte sich Hartz ein mögliches Aberkennungsverfahren.

Saarbrücken - Der wegen Untreue verurteilte Ex-VW-Vorstand Peter Hartz hat sein Bundesverdienstkreuz zurückgegeben. Einen entsprechenden Bericht der "Saarbrücker Zeitung" (Freitag) bestätigte Hartz-Anwalt Egon Müller.

Sein Mandant habe "nach vorheriger Abstimmung mit dem Bundespräsidialamt" freiwillig auf den Orden verzichtet und ihn zurückgeschickt. Ein förmliches Entziehungsverfahren sei nicht eingeleitet worden.

Hartz, der 2002 mit dem Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet worden war, wurde im Januar 2007 wegen Untreue und Begünstigung eines VW-Betriebsrates zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt. Die Höhe des Strafmaßes verpflichtet das Bundespräsidialamt nach Angaben des Blattes zur Prüfung der Ordensfrage.

Ein Sprecher der Ordenskanzlei des Präsidialamtes wollte nach Angaben der "Saarbrücker Zeitung" auf Anfrage den Eingang des Ordens nicht bestätigen. Aberkennungsverfahren seien grundsätzlich vertraulich.

Üblicherweise, so der Sprecher gegenüber der Zeitung, gehe dem Entziehungsverfahren jedoch ein Schreiben voraus, in dem das Bundespräsidialamt den Vorschlag der freiwilligen Rückgabe mache.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

Mehr lesen über