Schmack Biogas Vorstand geht, Aktie fällt

Das Biogasunternehmen Schmack muss sich einen neuen Vorstand für das operative Geschäft suchen. Amtsinhaber Guido Zimmermann scheidet nach nur wenigen Monaten aus dem Unternehmen aus. Ein Nachfolger für Zimmermann ist bereits gefunden.

Frankfurt am Main - Der Vorstandswechsel kommt in einer für das Unternehmen turbulenten Zeit. Schmack Biogas  kämpft mit einer nachlassenden Nachfrage nach Biogasanlagen aus der Landwirtschaft.

Für Bauern lohnt sich die Anschaffung einer Anlage wegen der hohen Getreidepreise immer weniger. Das Ausbleiben der rentablen Aufträge aus der Landwirtschaft führte im ersten Halbjahr zu einer Ausweitung des Betriebsverlusts (Ebit) auf 10,7 Millionen Euro von einem Minus von 1,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz verdoppelte sich hingegen wegen der steigenden Nachfrage nach Biogasanlagen von Energieunternehmen nahezu auf 55,8 Millionen Euro. Mit Energieversorgern - dem zweiten Standbein des Unternehmens - will Schmack die Nachfrageausfälle der Bauern teilweise kompensieren. Das Geschäft mit Anlagen für Versorger ist für Schmack deutlich weniger rentabel als das mit Anlagen für die Landwirtschaft.

Für das Gesamtjahr erwartet die Firma einen Umsatz zwischen 140 und 150 (Vorjahr: 90) Millionen Euro und einen Betriebsverlust von sechs (plus 4,4) Millionen Euro. An der Börse kamen die Zahlen und die Nachricht vom Ausscheiden des Vorstands nicht gut an. Die Schmack-Aktie verlor in der Spitze knapp 7 Prozent auf gut 22 Euro.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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