VDO Führungswechsel nach Übernahme?

Vor knapp einem Monat hat Siemens den Autozulieferer VDO an Continental verkauft. Nun kommt es offensichtlich zu personellen Änderungen. Von den insgesamt vier Bereichsvorständen soll lediglich Helmut Matschi in der neuen VDO bleiben.

Regensburg - Im Zuge der Übernahme des Regensburger Automobilzulieferers Siemens VDO Automotive durch die Hannoveraner Continental  müssen offenbar drei der vier bisherigen Vorstandsmitglieder das Unternehmen verlassen.

Einem Bericht der "Mittelbayerischen Zeitung" (Donnerstagausgabe) zufolge wird einzig Helmut Matschi auch in der künftigen VDO AG im Vorstand sitzen. Der Bereichsvorstand leitete bislang das Geschäftsfeld Interior und Infotainment.

Spartenchef Wolfgang Dehen und seine Vorstandskollegen Klaus Egger und Reinhard Pinzer sollen demnach ausscheiden. Matschi soll zusammen mit Ralf Cramer und Dieter Rogge das neue Unternehmen leiten. Cramer ist bei Continental für den Geschäftsbereich Elektronische Brems- und Sicherheitssysteme verantwortlich, sein Kollege Rogge für Antrieb und Fahrwerk.

Gegenüber manager-magazin.de lehnte Continental eine Stellungnahme ab. Ein Siemens-Sprecher sagte lediglich, der Konzern gehe davon aus, dass VDO bis zum Abschluss der Übernahme Ende November in der bestehenden Struktur arbeite.

Siemens  hatte vor knapp einem Monat mitgeteilt, dass VDO für 11,4 Milliarden Euro an Continental abgegeben wird. VDO beschäftigt etwa 53.000 Mitarbeiter, 20.000 davon in Deutschland.

manager-magazin.de mit Material von ddp und reuters

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