Exzellenzinitiative Unterfinanzierte Elite

Der Rektor der ETH Zürich wünscht seinen deutschen Kollegen mehr Geld, denn die hiesige Exzellenzinitiative hält Konrad Osterwalder für unterfinanziert. Die den künftigen Eliteunis in Aussicht gestellten 20 Millionen Euro jährlich bezeichnet der Physiker im Gespräch mit manager magazin sogar als "Tropfen auf den heißen Stein".

Hamburg - Die Bundesregierung gebe zu wenig Geld für die Hochschulen aus, kritisiert Konrad Osterwalder, Rektor der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Zwar seien die Exzellenzinitiative und die Schaffung von Elitehochschulen in Deutschland eine gute Sache, doch reichten die bereitgestellten Mittel bei Weitem nicht.

"Die 20 Millionen Euro, die jede der acht bis zehn künftigen deutschen Eliteunis von der Exzellenzinitiative jährlich bekommen wird, sind kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein", sagte Osterwalder in einem Gespräch mit manager magazin. Das vollständige Interview erscheint in der neuen Ausgabe des manager magazins, die ab Freitag (24. August) am Kiosk erhältlich ist.

Selbst wenn das gesamte Jahresbudget der Exzellenzinitiative von 380 Millionen Euro auf eine einzige Uni konzentriert würde - "es wäre immer noch zu wenig, um den Anschluss an den Finanzrahmen der Weltelite zu bekommen", meint Osterwalder.

So sei die hervorragende Stellung der ETH in der internationalen Hochschullandschaft auch auf ihren Jahresetat von umgerechnet 810 Millionen Euro zurückzuführen. Eine typische deutsche TU hätte hingegen nur rund 350 Millionen Euro zur Verfügung - und müsse "dabei anderthalb mal so viele Studenten ausbilden wie wir".

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