Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld wird Alu-Manager

Sechs Wochen nach seinem Ausscheiden hat Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld einen neuen Job gefunden. Der 49-Jährige zieht nach New York und wird Präsident des US-Alukonzerns Alcoa.

New York - Der frühere Siemens-Chef Klaus Kleinfeld wechselt ins Management des US-Aluriesen Alcoa . Kleinfeld übernehme den neu geschaffenen Posten des Präsidenten, teilte Alcoa am Mittwoch mit.

Zudem zeichne der 49-jährige Deutsche für das operative Geschäft im Vorstand verantwortlich. Er übernimmt das Amt des Chief Operating Officers (COO). Damit wird Kleinfeld, der bereits seit 2003 im Alcoa-Verwaltungsrat sitzt, zweitwichtigster Mann im Konzern nach Unternehmenschef Alain Belda. Kleinfeld wird seine neuen Aufgaben mit Sitz in New York ab dem 1. Oktober übernehmen.

Alcoa-Chef Belda lobte Kleinfeld als versierten Manager, der bewiesen habe, das er erfolgreich "komplexe internationale Geschäfte leiten könne". Alcoa ist der nach eigenen Angaben der weltweit führende Aluminiumhersteller mit 116 000 Beschäftigten in 44 Ländern.

Kleinfeld hatte zweieinhalb Jahre an der Spitze von Siemens  gestanden. Die Verlängerung seines Vertrags war wegen der Korruptionsaffären bei Siemens Ende April verschoben worden.

Der Manager, der Siemens 20 Jahre lang angehörte, hatte daraufhin seinen Rücktritt erklärt und den Chefsessel in München Ende Juni geräumt. Als Grund nannte er vor allem die mangelnde Rückendeckung durch den Aufsichtsrat.

manager-magazin.de mit Material von ap, ddp, dpa, reuters

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