Virgin Milliardär Branson kauft Billigflieger

Der britische Milliardär Richard Branson, Eigentümer von Virgin Atlantic, kauft sich bei einer neuen Fluggesellschaft aus Malaysia ein. Das vom ehemaligen Virgin-Music-Manager Tony Fernandes gegründete Unternehmen Airasia X will zur weltweiten Nummer eins bei den Langstrecken-Billigfliegern aufsteigen.

Putrajaya - Wie viel Bransons Virgin Group für die 20 Prozent an Airasia X gezahlt hat, blieb zunächst offen. Die Gesellschaft Airasia X, die vom ehemaligen Virgin-Music-Manager Tony Fernandes gegründet wurde, hat sich als Ziel gesetzt, zur weltweiten Nummer eins bei den Langstrecken-Billigfliegern aufzusteigen. Branson ist bereits seit mehr als 20 Jahren mit Virgin Atlantic auf dem Billigflugmarkt aktiv.

"Es wird ein harter Kampf werden, weil die, die uns als Konkurrenten sehen, sich nicht tot stellen werden", sagte Airasia X-Verwaltungsratschef Kalimullah Hassan. "Aber sowohl Sir Richard als auch Tony sind Kämpfer, und mit einem Lied und einem Gebet und viel harter Arbeit werden wir Erfolg haben." Airasia X tritt unter der Marke der Schwestergesellschaft Airasia an, der größten Billig-Airline Asiens.

Allerdings sind bislang die meisten Billigflieger wie Ryanair  und Easyjet  auf Kurzstrecken erfolgreich. Der Beweis steht noch aus, dass das Konzept auch auf langen Strecken aufgeht. Die Billigfluggesellschaft Air Berlin  ist nach der Übernahme von LTU eine der wenigen der Branche, die nun auch Langstrecken im Portfolio hat.

Branson will nach eigenen Angaben seinen Anteil an Airasia X zunächst nicht weiter aufstocken. Zugleich bekräftigte er seinen Willen, die ausstehenden 49 Prozent an seiner Fluggesellschaft Virgin Atlantic von Singapore Airlines zurück zu kaufen. Derzeit werde jedoch nicht über ein derartiges Geschäft verhandelt, sagte der Unternehmer, der zur Pressekonferenz anlässlich des Einstiegs bei dem asiatischen Unternehmen in malaysischer Tracht gekommen war.

Der umtriebige 57-Jährige gilt als einer der reichsten Unternehmer Großbritanniens und machte zuletzt mit spektakulären Plänen auf sich aufmerksam. So will er unter anderem auch Passagierflüge ins Weltall anbieten.

manager-magazin.de mit Material von reuters