Aareal Bank Vorstand geht, Aktie fällt

Die Aareal Bank hat sich überraschend von ihrem Vorstand Christof Schörnig getrennt. Schörnig war für die Bereiche Treasury, Credit Treasury und Investor Relations zuständig. Die Aareal-Aktie ging auf Talfahrt, denn Händler vermuten einen Zusammenhang mit der Krise am US-Hypothekenmarkt.

Wiesbaden - Im Vorstand der Aareal Bank  gibt es ein überraschende personelle Veränderung: Wie das Institut am Mittwoch mitteilte, legte Vorstandsmitglied Christof Schörnig sein Amt "auf eigenen Wunsch" mit sofortiger Wirkung nieder.

Schörnig war im Vorstand der Aareal Bank zuletzt für die Bereiche Treasury, Credit Treasury und Investor Relations zuständig. Die Aufgaben würden im Vorstand neu verteilt, hieß es aus dem Unternehmen.

Schörnig wolle sich künftig neuen beruflichen Herausforderungen zuwenden. "Die Trennung erfolgt im besten gegenseitigen Einvernehmen", hieß es. Vorstand und Aufsichtsrat dankten Schörnig für die geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren "und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft".

An der Börse herrschte nach der Nachricht extreme Verunsicherung. Der Kurs der im Nebenwerteindex MDax  notierten Aktie brach zeitweite um fast 9 Prozent auf gut 30 Euro ein. Händler vermuteten einen Zusammenhang mit der Krise am US-Hypothekenmarkt, die immer weitere Kreise in Deutschland zieht. "Die Anleger haben Angst, dass die Aareal Bank in die Krise am US-Hypothekenmarkt verwickelt sein könnte", sagte ein Händler. Das plötzliche Ausscheiden Schörnigs sei vor allem kritisch im Hinblick auf die Quartalszahlen, die die Bank am kommenden Montag veröffentlichen will.

Die Aareal betonte dagegen, Schörnigs Weggang habe nichts mit den Turbulenzen am US-Markt für bonitätsschwache Hypothekenkredite zu tun. "Wir können ruhigen Gewissens sagen, wir haben überhaupt kein Problem in der Bank mit Subprime-Investments", sagte ein Sprecher. Der Wiesbadener Immobilienfinanzierer sei nicht in dem krisengeschüttelten Markt engagiert. Der Sprecher bekräftigte die Geschäftsprognosen der Bank bis zum Jahr 2009. Die Eigenkapitalrendite soll bis dahin auf rund 13 (2006: 10) Prozent steigen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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