Infineon Finanzchef Günther des Amtes enthoben

Der hartnäckige Finanzchef Rüdiger Günther galt bei Infineon als umstritten. Nun wurde Günther vom Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung von seinem Vorstandsmandat entbunden. Derweil hat Dresdner-Vorstand Stefan Jentzsch den Infineon-Aufsichtsrat verlassen.

München - Der Aufsichtsrat des Halbleiterkonzerns Infineon  hat Finanzvorstand Rüdiger Günther nach nur drei Monaten im Amt abberufen.

"Der Aufsichtsrat hat sich auf Grund der nicht zu überbrückenden Differenzen zwischen dem Unternehmen und Günther zu diesem Schritt entschieden und ihn unverzüglich eingeleitet", teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Aufsichtsrat habe Günther mit sofortiger Wirkung von seinem Vorstandsmandat entbunden. Auch von seinen Aufgaben als Arbeitsdirektor wird Günther entbunden.

Bis ein Nachfolger auf Dauer gefunden ist, übernimmt Günthers Vorgänger Peter Fischl, der im Mai in den Ruhestand gegangen war, noch einmal das Finanz- und Personalressort sowie das Amt des Arbeitsdirektors. Günther war erst im April in den Infineon-Vorstand berufen worden. Ob der Manager nach seinem Kurzauftritt eine Abfindung oder die Restlaufzeit seines Vertrages ausbezahlt bekommt, wollte ein Unternehmenssprecher nicht sagen.

Wie Infineon weiterhin gegenüber manager-magazin.de bestätigte, hat Stefan Jentzsch, Vorstand der Dresdner Bank, in der vergangenen Woche sein Aufsichtsratsmandat bei Infineon "ohne Angaben von Gründen" niedergelegt.

manager-magazin.de mit Material von reuters, dpa und ap

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