Unilever Stellenabbau mit neuem CFO

Der Lebensmittelhersteller Unilever hat einen neuen Finanzchef. James Lawrence wird den strikten Sanierungskurs von Konzernchef Patrick Cescau mittragen. Mit der Veröffentlichung hervorragender Geschäftszahlen wurde ein massiver Stellenabbau angekündigt.

London – Der Amerikaner James A. Lawrence übernimmt zum 1. September 2007 den Posten als Finanzvorstand bei Unilever , teilte der britisch-niederländische Konzern mit. Er ist der Nachfolger von Rudy Markham, der seinen Rückzug bereits im Frühjahr angekündigt hatte.

Lawrence war seit 1998 CFO von General Mills, dem laut Unternehmensangaben weltweit sechstgrößten Lebensmittelhersteller (Häagen-Dazs, Pillsbury). Der 54-Jährige hat an den Universitäten Yale und Harvard studiert. Vor seiner Zeit bei General Mills war er Chef von PepsiCo  für die Absatzmärkte Asien, Mittlerer Osten und Afrika. Für die Northwest Airlines war er als Vize-Präsident tätig.

Lawrence wird den verordneten Sanierungskurs von Vorstandschef Patrick Cescau mittragen. Unilever teilte gestern mit, in den kommenden vier Jahren 20.000 Arbeitsplätze zu streichen. Einzelheiten, in welchem Ausmaß die rund 6800 Stellen in Deutschland betroffen sind, wurden nicht bekannt gegeben.

Außerdem kündigte Cescau an, dass sich Unilever entschlossener als bisher von jenen seiner mehr als 400 Marken trennen will, die unter den Absatzerwartungen blieben.

Gleichzeitig gab der Konsumgüterriese sein bestes Ergebnis seit Jahren bekannt. Unilever steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal um 3 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Der Überschuss aus dem fortgeführten Geschäft legte um 14 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro zu.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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